Experiment des Monats: Blüten färben

Materialien Blüten färbenPflanzen brauchen wie wir Wasser zum Leben. Doch haben sie keinen Mund; sie trinken mithilfe ihrer Wurzeln. Da das schwer vorstellbar ist, wollen wir es heute mal genau untersuchen. Dabei färben wir weiße Blüten ein.

Dafür wird benötigt: Gefäße, Messer, weiße Blütenpflanzen, Färbemittel (z. B. Tinte), Wasser

So wird es gemacht: Zuerst Wasser in die Gefäße gießen und diese mithilfe der Tinte unterschiedlich einfärben. Nun die Stängel der Pflanzen kürzen, dafür das Messer benutzen und den Kindern dabei helfen.

Hinweis: Wenn die Pflanzen nach dem Kauf eine kurze Zeit ohne Wasser sind, "trinken" sie später umso schneller. Die Pflanzen immer frisch anschneiden, bevor sie in die Färbelösung gestellt werden.

Danach in jedes Gefäß eine Pflanze mit weißer Blüte stellen. Man kann auch eine Pflanze mit dem Stängel in zwei Gefäße mit verschieden farbiger Lösung stellen. Dazu den Kindern helfen, den Stängel vorsichtig in zwei (oder mehr) Teile zu schneiden. Die Pflanzen eine Weile in den Farblösungen stehen lassen und beobachten was passiert.


Frage ExperimentWelche Farben eignen sich gut zum Färben? Wieso wird nicht die ganze Blüte bunt?


Hier das passende Arbeitsblatt zu unserem Experiment des Monats Grundschule "Blüten färben" zum KOSTENLOSEN Download.


Hinweise zum Thema: Pflanzen – Blüten färben

fertig gefärbte BlütenWie alle Lebewesen benötigen Pflanzen Wasser zum Leben – es ist entscheidend für die Stoffwechselvorgänge, Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung. Darüber hinaus verbraucht die Fotosynthese (Vorgang der Energieumwandlung von Sonnenenergie in chemische Energie) ebenfalls Wasser. Die Kohlenstoffdioxid-Aufnahme kann nur unter Wasserabgabe erfolgen. Regelmäßig ziehen daher die Wurzeln Wasser aus dem umgebenden Erdreich nach, damit die Versorgung gewährleistet ist. Bei Schnittblumen übernehmen das dann die Stängel, sofern sie nicht schon im Zuge der pflanzlichen Wundreaktion verschlossen sind. Um das „Trinken“ bei Pflanzen sichtbar zu machen, empfiehlt es sich, weiße Blütenpflanzen zu verwenden und in gefärbte Lösungen zu stellen. Die im Wasser befindlichen Farbstoffe werden (je nach Größe der Bestandteile – Tuschfarben taugen dafür nicht) einfach mittransportiert. So lässt sich der Weg des Wassers anhand der Farbstoffe nachvollziehen.

Besonders geeignet sind hierbei Tulpen, Gerbera, Nelken und Rosen (wobei die beiden letztgenannten etwas mehr Zeit benötigen, bis ein klares Färbeergebnis erkennbar wird). Gerade Tulpen, die nach dem Kauf noch ein bisschen im Trockenen gelegen haben, zeigen nach frischem Anschneiden und Einstellen in Farblösung oft schon nach 20 Minuten eine Färbung. Dabei weisen nicht nur die weißen Blüten, sondern auch die grünen Blätter deutliche Verfärbungen auf. Je nach Intensität der gewählten Farblösung, ist das besonders gut bei dunkleren Farben zu sehen. Es werden die Bereiche erkennbar, die für den Wassertransport zuständig sind. Das darum liegende Pflanzengewebe bleibt ungefärbt (Stützstrukturen und Parenchym).

Darüber hinaus lässt sich mithilfe der Farblösung auch prüfen, welcher Bereich der Blüte von welchem Stängelanteil versorgt wird. Wird der Stängel (z. B. bei der Gerbera) vorsichtig in mehrere Teile geschnitten und in verschiedene Farblösungen verbracht, so beeindruckt die Blüte mit den entsprechend gefärbten Abschnitten.

Für fortgeschrittene Lernende kann hier auch Stangensellerie verwendet und später mikroskopiert werden. Die Wasser-Leitgefäße (Xylem) sind dann aufgrund der Färbung gut erkennbar.



Haben wir das Interesse an naturwissenschaftlichen Experimenten geweckt?

Hier eine kleine Auswahl unserer Experimentier-Sets zum Thema Wasser und Pflanzen.