Experiment des Monats: Hörmemory

Material HörmemoryDas Hören ist ein faszinierender Vorgang. Geräusche finden sich überall – in unserer Natur und zu Hause. Heute horchen wir mal ganz genau hin. Denn Geräusche sind einzigartig. Dazu basteln wir ein Hörmemory.

Dazu wird benötigt: kleine Gefäße, verschiedene trockene Materialien (z.B. Reis, Nudeln, Nüsse)

So wird es gemacht: Jeweils 2 der Gefäße nehmen und sie ebenmäßig mit dem gleichen Material füllen. Danach gut verschließen.

Hinweis: Die Gefäße sollen von außen nicht unterscheidbar sein. Es ist wichtig, dass das Material nicht zu sehen ist. Ansonsten ist später mit einer Augenbinde zu arbeiten.

Den ersten Schritt mit möglichst vielen unterschiedlichen Dingen wiederholen. Dafür trockene Lebensmittel oder andere Gegenstände aus der Umgebung benutzen.
Hinweis: Die Materialen sollen möglichst verschieden sein. Zucker, Salz und Sand haben zum Beispiel einen sehr ähnlichen Höreindruck.

Nun das Hörmemory allein oder mit Freunden ausprobieren lassen. Dazu die kleinen Gefäße miteinander vermischen und sie wie beim Memory-Spielen auslegen. Jeweils zwei Gefäße auswählen und sie nacheinander am Ohr schütteln. Dabei versuchen, Geräusche-Paare zu entdecken.

Zur Kontrolle können die kleinen Gefäße geöffnet werden. Es gelten die typischen Memory-Regeln. :-)



Frage ExperimentWelche Paare können mittels Hören gefunden werden? Wieso "klingen" die Materialien unterschiedlich?


Hier das passende Arbeitsblatt zu unserem Experiment des Monats Grundschule "Hörmemory" zum KOSTENLOSEN Download.


Hinweise zum Thema: Hören – Das Hörmemory

Geräusche begegnen uns fast überall. Im Alltag können wir sie wahrnehmen und feine Nuancen unterscheiden. Unser Körper hat die Fähigkeit, mittels der Ohren Schallwellen aufzunehmen und diese weiterzuleiten. In einem fein aufeinander abgestimmten Vorgang werden diese als Höreindrücke im Gehirn verarbeitet und gespeichert. Unterschiedliche Gegenstände verursachen verschiedene Höreindrücke. Das hängt mit der Beschaffenheit der Materialien zusammen und auch mit der Auswirkung auf die dabei erzeugten Schallwellen. Diese lassen sich im weitesten Sinne als periodische „Verdichtungen“ und „Verdünnungen“ von Luftteilchen beschreiben. Bei Tönen (Geräuschen) unterscheiden wir die Lautstärke (gemessen in Dezibel) und die Frequenz (gemessen in Hertz). Es gibt bestimmte Bereiche, die wir als angenehm oder unangenehm empfinden. Das ist zwar ein individuelles Erleben, dennoch gibt es Regionen, in denen unser Gehör Schaden nehmen kann. Schallwellen werden nicht nur in Luft, sondern auch in Wasser und anderen Stoffen (z. B. Holz, Metall) weitergeleitet. Da hier die Teilchen dichter beieinander vorliegen, erfolgt die Schallfortleitung dann wesentlich schneller: in Eisenbahnschienen beispielsweise ist der Schall rund 18-mal schneller unterwegs als in der Luft – deswegen ist ein herannahender Zug tatsächlich schon zu „hören“, wenn dieser noch kilometerweit entfernt ist.

Je mehr wir uns auf die akustischen Sinneseindrücke konzentrieren, desto besser können wir mit der Zeit Geräusche voneinander unterscheiden und sie den einzelnen Gegenständen richtig zuordnen.



Haben wir das Interesse an naturwissenschaftlichen Experimenten geweckt?

Hier eine kleine Auswahl unserer Experimentier-Sets zum Thema Klänge und Geräusche.